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Alle News rund um Einbruch und Einbruchschutz

 
26.06.2019
Lebensdauer einer Schliessanlage
 

Die meisten Leute schliessen ihre Haustüre ab, damit keine fremde Person in das Haus gelangen kann. Das sich diese Tür jedoch oftmals auch mit einem anderen Schlüssel öffnen lässt, ist vielen nicht bewusst. Dass dies jedoch durchaus möglich ist, zeigt folgendes Beispiel:

Als Maria Roccia aus Bettlach SO kürzlich etwas verspätet nach Hause kam, sass ihr Cousin schon gemütlich im Wohnzimmer. Einen Wohnungsschlüssel besass er nicht. Das war auch gar nicht nötig: Weil er nicht im Treppenhaus warten mochte, probierte er es kurzerhand mit dem eigenen Schlüssel. Zu seiner eigenen Verblüffung drehte sich der problemlos im fremden Schloss und gewährte ihm Eintritt. Als dann im selben Haus auch die Söhne der Familie Chirico mit fremden Schlüsseln die Wohnung ihrer Eltern öffnen konnten, wollten es die Hausbewohner genau wissen und gingen der Sache systematisch auf den Grund. Das Ergebnis war verblüffend: Jeder Mieter im Achtfamilienhaus hatte mit seinem Schlüssel Zutritt zu seiner und im Maximum zu vier weiteren Wohnungen. (Quelle: Cash)

Laut Cash-Bericht ist jede fünfte Tür mit einem Schloss „gesichert", welches sich mit einem fremden Schlüssel öffnen lässt. Der Grund dafür liegt in der Abnutzung der Schliessanlage (abgenutzter Schlüssel oder ausgeleierter Schlüsselkanal im Zylinder), welche für einen Laien kaum ersichtlich ist. So kann laut Kaba eine Schliessanlage störungsfrei funktionieren, auch wenn die Sicherheit durch die normale Abnutzung längst derart reduziert ist, dass das Schloss mit einem fremden Schlüssel geöffnet werden kann. Deshalb empfiehlt Kaba jede Schliessanlage nach spätestens 12 – 15 Jahren auszuwechseln. Ausserdem sollte die Schliessanlage regelmässig mit einem SEA-Slide gepflegt werden.

Quelle: Kaba, Cash 11.06.1993

 

 
 
 
30.05.2019
Strategien der Einbrecher
 

Entgegen der Annahmen sind nicht nur Einfamilienhäuser besonders gefährdet, im privaten Bereich wird ebenfalls häufig in Mehrfamilienhäuser eingebrochen. In Mehrfamilienhäusern werden auch nicht zwingend die Parterrewohnungen am meisten heimgesucht, sondern auch diejenigen in den mittleren Stockwerken, weil sie den Einbrechern zwei Fluchtwege offen lassen. Wohnungen im obersten Stock sind dann besonders gefährdet, wenn klar ersichtlich ist, dass die Bewohner in den Ferien sind und die Diebe sicher ungestört bleiben.
Vor allem die Anzahl Einbrüche in Einfamilienhäuser hat stark zugenommen. An folgenden Stellen steigen Einbrecher bevorzugt ein:

 
 

Nicht alle Häuser oder Wohnungen sind gleichermassen einbruchgefährdet. Die wichtigsten Faktoren – einige sind gegeben, andere lassen sich mit mehr oder weniger Aufwand beeinflussen:

Lage: Gebiete in der Nähe eines Autobahnanschlusses sind grundsätzlich gefährdet: Einbrecherbanden schätzen Autobahnkreuze, weil diese mehrere Fluchtwege bieten. Weniger beliebt sind Objekte ohne direkte Zufahrt, weil man das Diebesgut wegtragen muss. Auch Objekte in einer Sackgasse sind für Einbrecher heikel, weil ihnen eine einzelne Person – auch zufällig – den Fluchtweg abschneiden kann.

Abschreckende Vorkehrungen: Je länger ein Einbrecher benötigt, um in ein Objekt zu gelangen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs. Sicherheitsvorkehrungen bieten dem Einbrecher einen riesen Widerstand, so dass dieser meist auf ein weniger gut gesichertes Objekt in der unmittelbaren Nachbarschaft ausweicht.

Chancen auf Bargeld: Je grössere Chancen auf Bargeld ein Einbrecher sich ausrechnet, desto grösser ist die Einbruchsgefahr. Technische Geräte wie Fernseher werden heute viel seltener gestohlen als früher, weil es schwieriger ist, sie wieder loszuwerden und weil ihr Wiederverkaufswert stark abgenommen hat.

Sichtschutz: Dichte, hohe Hecken sind ein super Sichtschutz – auch für Einbrecher. Besonders praktisch ist die Kombination aus Hecke und Nachtbeleuchtung: Da können Einbrecher geschützt vor Nachbarsblicken, aber bei guter Sicht, ans Werk gehen.
 
Quelle: Der Beobachter

 
 
 
06.05.2019
Interview mit TensoLock Kunde 
 

1. Weshalb haben Sie sich entschieden Ihr Haus gegen Einbrecher zu sichern?

Ich hatte schon lange Angst, dass bei uns eingebrochen werden könnte, da sich unsere Fenster auf der Rückseite des Hauses befinden und niemand dazu sieht. Als bei unseren Nachbarn eingebrochen wurde, war auch mein Mann der Meinung, dass wir uns gegen Einbrecher schützen müssen. Nach der Informationsveranstaltung der Firma Introgarde haben wir uns dann definitiv entschieden, unser Haus gegen Einbrecher zu schützen.
 
2. Sie haben sich entschieden Ihr Haus mit TensoLock zu sichern. Was war ausschlaggebend für diese Entscheidung?

Da wir die Fenster regelmässig benutzen, wollten wir keine Gitter. Ausserdem wollten keine aufwändigen baulichen Massnahmen treffen. Mit dem TensoLock hat man eine Einbruchsicherung, ohne bauliche Massnahmen treffen zu müssen. Deshalb war für uns bereits nach der Informationsveranstaltung klar, dass wir das TensoLock möchten.
 
3. Inwiefern fühlen Sie sich durch TensoLock nun sicherer?

Grundsätzlich habe ich weniger Angst vor einem Einbruch, wenn ich nicht zuhause bin, als wenn ich zuhause bin. Durch das TensoLock muss der Einbrecher nun eine grössere Hürde überwinden. Einerseits fühle ich mich also sicherer aber gleichzeitig vergesse ich oftmals auch, dass wir gegen Einbrecher gesichert sind, da wir beim Bedienen der Fenster und der Tür nichts beachten müssen. Wir haben nun einen guten Schutz, ohne dass die Bedienung der Fenster und der Tür komplizierter wurde. Neu war eigentlich nur, dass die Griffe abgeschlossen werden. Daran gewöhnten wir uns jedoch schnell und haben nun einen fixen Platz für die Schlüssel. Wenn ich die Türe oder das Fenster schliesse, habe ich auch das Gefühl, dass Einbrecher nun nicht mehr so einfach in das Haus eindringen könnten.
 
4. Welche Erfahrungen haben Sie mit TensoLock gemacht?

Wir hatten noch keinen Alarm. Dadurch, dass man die Fenster wie zuvor bedienen kann und nichts einschalten oder entsichern muss, musste ich zuvor die Bedienungsanleitung wieder lesen. Auf dem Handsender habe ich einen Pfeil hingemalt, damit wir wissen, wo wir im Falle eines Alarms drücken müssten.
 
Ich finde den zusätzlichen Rauchmelder sehr gut! Eigentlich wollten wir schon lange einen Rauchmelder installieren, haben es jedoch nie umgesetzt. Mit dem TensoLock haben wir nun gleichzeitig auch noch einen Rauchmelder.
 
5. Wir versprechen, dass TensoLock die Nutzer im Alltag nicht einschränkt. Wie haben Sie dies empfunden?
 
Ich finde es sehr einfach zu bedienen. Wir haben einen Platz für den Schlüssel und legen diesen nach dem Abschliessen immer wieder dort hin zurück. Die Kinder und wir gewöhnten uns schnell daran. Und auch wenn meine Eltern zu Besuch sind, haben sie keine Probleme das TensoLock zu bedienen. 
 
6. Welchen Eindruck haben Sie von der Montage?

Ich hatte einen sehr guten Eindruck von der Montage. Der Monteur war sehr sympathisch und hat sauber gearbeitet.
 
 
Kunde: C.L., Walkringen

 

 
 
 
02.04.2019
Polizeiliche Kriminalstatistik 2018
 

Ende März 2019 wurde die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2018 veröffentlicht. Über 30‘000 Mal pro Jahr wurde 2018 ein Einbruch bei der Polizei gemeldet. Nach wie vor ist die Aufklärungsrate sehr klein. Sie liegt im Jahr 2018 bei 16.3 %. Das heisst, dass das Diebesgut in den meisten Fällen nicht gefunden wird. Neben dem Verlust von Wertsachen, beklagen sehr viele Einbruchsopfer, dass sie sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen.

Dank aktiver Sensibilisierung durch Polizei, Medien, fachliche Beratungen vor Ort  usw. hat sich die Prävention verbessert und die Einbruchszahlen sind in den letzten Jahren rückläufig. Viele Leute haben ihr Eigenheim gegen Einbruch gesichert, weil ihnen ein sorgloses Wohnen, der Schutz der Familie, der Privatsphäre  und der Wertsachen wichtig ist. Das bedeutet nun aber, dass ungesicherte Liegenschaften einem höheren Einbruchsrisiko ausgesetzt sind. Denn: gelingt es einem Einbrecher nicht, innerhalb kurzer Zeit in ein Objekt einzudringen, dann versucht er es beim nächsten Haus oder der nächsten Wohnung. Genau aus diesem Grunde lohnt es sich, über einen guten Einbruchschutz nachzudenken. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb über die Möglichkeiten informieren.

Die Schweizer Mobiliar hat einen Standortcheck zusammengestellt, basierend auf den bei der Mobiliar gemeldeten Einbrüche zwischen 2013-2018. Schauen Sie rein, dann haben Sie bereits erste Informationen zum Thema Einbruchschutz. Die Zahlen beziehen sich auf die Kunden der Mobiliar, d.h. dass die  effektiven Einbruchzahlen höher sind. Haben Sie Fragen oder möchten Sie sich von einer Fachperson beraten lassen, dann kontaktieren Sie uns! Kontaktformular
 
www.standortcheck.mobiliar.ch
 

 
 

 
 
 
05.03.2019
4 Einbruchsmythen
 

Mythos 1: Rollzapfen dienen der Einbruchsicherung
Die meisten Fenster sind mit einer sogenannten Rollzapfenschliessung ausgestattet. Beim Schliessen des Fensters werden die Rollzapfen in das Gegenstück geschoben. Dadurch wird das Fenster zum Rahmen gezogen und dichtet so optimal gegen Wärmeverlust ab. Einen Einbruchschutz bietet die Rollzapfenschliessung jedoch nicht, da die Rollzapfen mithilfe eines Schraubenziehers ganz einfach aus dem Gegenstück gehoben werden können. Entgegen häufiger Annahmen dienen Rollzapfen also nicht der Einbruchsicherung, sondern nur der besseren Dichtung.
 
Mythos 2: Eine gute Nachbarschaft schützt vor Einbrechern
Obwohl eine gute Nachbarschaft ein gewisses Sicherheitsgefühl gibt, kann diese jedoch nicht gegen Einbrecher schützen. Einbrecher gehen unauffällig vor, tarnen sich oft als Handwerker und können so meist ungestört ein Quartier auskundschaften. Ausserdem können Einbrecher innerhalb von wenigen Sekunden in ein Haus eindringen und werden dadurch oft nicht als Diebe aufgedeckt. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Handwerker klingelt beim Nachbarn. Nach wenigen Sekunden öffnet sich die Tür und der Handwerker betritt das Haus. Würden Sie vermuten, dass der Handwerker in Wirklichkeit ein Einbrecher ist? Trotzdem ist es gut gegenseitig aufeinander zu achten und fremde Personen, welche im Quartier herumlaufen anzusprechen.
 
Mythos 3: Einbrecher schlagen in der Nacht zu
Stories in denen der Einbrecher mit einem Eisenstock bewaffnet in der Nacht am Bettrand steht, sind bei den Medien sehr beliebt. Diese Horror-Stories bleiben einem besonders gut im Gedächtnis. Aus diesem Grund ist bei vielen Menschen die Furcht ein Einbrecher schleiche sich mitten in der Nacht ins Haus gross. Die Statistik (Bundesamtes für Statistik, Einbrüche nach Tatzeitpunkt 2015) zeigt jedoch, dass die späten Nachmittags- und frühen Abendstunden bis etwa um 20:00 Uhr die beliebteste Einbruchszeit ist. In den Wintermonaten profitieren die Einbrecher von der frühen Dämmerung und von den Ferienabwesenheiten im Sommer. Einbrecher bevorzugen also die Abwesenheit der Bewohner, da dadurch auch das Risiko geschnappt zu werden kleiner ist.
 
Mythos 4: Einbrecher haben es nur auf Reiche abgesehen
„Bei mir gibt es nichts zu holen, ich habe keine Wertsachen!" Diesen Satz hören die Sicherheitsberater fast täglich. Viele sind davon überzeugt, dass ein Einbrecher bei ihnen keine interessante Beute findet. Weit gefehlt! In den meisten Häusern und Wohnungen finden Einbrecher zahlreiche Wertsachen wie iPads, Computer, Handys, eine Goldkette und ein paar Franken. Dies bestätigt auch Marti Boess, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention gegenüber dem Tagesanzeiger: „Hier gibt es immer noch viel zu holen in den Wohnungen, wir sind ein reiches Land, das ist ein Ansporn für Einbrecher." Ausserdem werden wertvolle Gegenstände besser gesichert und bergen somit ein höheres Risiko für einen Einbrecher gefasst zu werden.
 
Quellen:
Focus Online, Der Fernseher wird als letztes geklaut, 09.12.2015
Der Tagesanzeiger, Zahl der Einbrüche auf Tiefstand, 21.03.2016

 

 
 
 
08.02.2019
Interview mit einem Einbruchsopfer
 

1. Sie waren zu Hause, als bei Ihnen eingebrochen wurde. Können Sie uns erzählen, was genau in dieser Nacht geschah?
Ich war am schlafen, als ich um 5 Uhr in der Nacht plötzlich einen lauten Knall hörte. Ich öffnete die Augen und fragte mich, was das wohl gewesen sein könnte. Zuerst dachte ich an ein Gewitter, denn ich sah etwas im Gang, das wie Blitze aussah. Noch ganz verschlafen stand ich auf und lief in den Gang, um an der Haustüre nachzuschauen. Als ich den Gang erreichte, stand ich plötzlich dem Einbrecher gegenüber.
 
2. Was waren Ihre ersten Gedanken?
Als ich den Einbrecher sah, war ich wie erstarrt und tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf – ein Einbrecher ist in meinem Haus, die Haustüre ist aufgebrochen, wieso passiert dies mir…
 
3. Wie haben Sie reagiert, als Sie realisierten, dass es sich um einen Einbrecher handelte?
Ich fragte den Einbrecher, was er wolle und der Einbrecher sagte mir, dass ich aus dem Haus gegen soll. Ich habe meine Hausschuhe angezogen und bin stumm am Einbrecher vorbei aus dem Haus gegangen und habe bei den Nachbarn Zuflucht gesucht.
 
4. Wie kam der Einbrecher in das Haus?
Es gibt nur eine kleine Delle auf der Höhe des Schlosses. Diese Spuren weisen darauf hin, dass der Einbrecher entweder mit einem Geissfuss oder einem Schraubenzieher die Türe aufgebrochen hat.
 
5. Welche Folgen hat dieses schlimme Ereignis für Sie?
Ich habe nicht mehr dasselbe Vertrauen in diesen Ort, weshalb ich mir sogar überlege, das Haus zu verkaufen. Am nächsten Tag habe ich die Türe sichern lassen, was mir neue Sicherheit gab. Trotzdem ist es nicht mehr das gleiche Gefühl wie zuvor. Teilweise verhalte ich mich viel vorsichtiger als zuvor, indem ich beispielsweise Dinge verstecke. Ausserdem habe ich Angst beim Einschlafen, da ich immer an den Einbruch denke. Wenn ich in der Nacht erwache, denke ich als erstes an den Einbruch. Dieser Gedanke nimmt jedoch auch während des Tages viel Platz in meinem Kopf ein, er ist omnipräsent. Obwohl es auch in der Nacht sehr heiss ist und ich sichere Fensterläden habe, kann ich die Fenster nicht mehr öffnen, da mich jedes kleinste Geräusch verängstigt.
 
6. Was ist für Sie das Schlimmste an diesem Einbruch?
Das Schlimmste am Einbruch ist für mich der emotionale Schaden, denn dieser kann nicht einfach wieder gut gemacht werden. Das verloren gegangene Sicherheitsgefühl kann auch durch eine nachträgliche Sicherung des Hauses nicht wiederhergestellt werden.
 
Der Materialschaden ist für mich nicht besonders schlimm, da alles von der Versicherung gedeckt ist und somit ersetzt werden kann. Auch der Ekel davor, dass jemand Fremdes in meinem Haus war, empfinde ich als weniger schlimm. Der Einbrecher ging direkt ins Schlafzimmer, nahm beide Handtaschen mit dem Portemonnaie und das iPad, welches auf dem Bett lag und hat somit auch nicht viel berührt.
 
7. Möchten Sie noch etwas sagen?
Man denkt immer, dass nur weil zwanzig Jahre lang nichts passiert ist, dies auch in Zukunft so bleiben würde. Insbesondere habe ich nie gedacht, dass der Einbrecher kommen würde, wenn ich Zuhause bin. Dieses schlimme Erlebnis hat mir nochmals gezeigt, wie wichtig eine Einbruchsicherung ist, denn der Einbrecher kam definitiv viel zu einfach in das Haus hinein. 
 
Lassen Sie sich Ihre Schwachstellen nicht durch einen Einbrecher aufzeigen – lassen Sie sich präventiv von unseren kompetenten Sicherheitsberater über mögliche Schwachstellen aufklären.
 
*Auf Anfrage ist M.B. bereit, Ihnen persönlich Auskunft zu geben.

 

 
 
 
14.01.2019
Einbrüche verursachen hohe Kosten
 

Alle acht Minuten wird in der Schweiz eingebrochen, 180 Mal am Tag, Tendenz steigend: Inzwischen geht weit mehr als ein Drittel aller Haftpflicht- und Hausratsschäden auf das Konto von Einbrechern und Dieben. Das zeigt eine Analyse des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch. Basis dafür sind mehr als 2400 Prämienvergleiche von Hausratsversicherungen seit Anfang Jahr. Jeder zweite Schaden, den Einbrecher hinterlassen, beläuft sich auf mehr als 4000 Franken; Tendenz ebenfalls steigend.

Einbrecher und Diebe verursachen 39 Prozent aller Hausratsschäden in der Schweiz, wie aus einer Comparis-Untersuchung hervorgeht. Davon entfallen 2 Prozent auf gewaltsame Raubüberfälle, 11 Prozent auf Einbrüche und 26 Prozent auf einfachen Diebstahl. Zu den einfachen Diebstählen zählen die Versicherungen geklaute Gartenmöbel ebenso wie die Schmuckschatulle aus dem Schlafzimmer, sofern der Einbrecher kein Tür-schloss aufbricht und kein Fenster einschlägt.

Ein Vergleich mit den Daten zurückliegender Jahre zeigt: Der Anteil der Einbrüche an den Hausratsschäden ist in den vergangenen Jahren statistisch signifikant gestiegen. Einen solchen Trend stellen auch Versicherungen fest, wie auf Anfrage von comparis.ch mitgeteilt wurde. Jeder zweite Hausratsschaden durch Einbruch kostet die Versicherer laut comparis.ch mehr als 4000 Franken. Vor zwei Jahren waren es noch 3500 Franken.

Die Analyse aller seit Anfang 2011 auf comparis.ch angegebenen Schäden belegt zudem: Überdurchschnittlich hoch ist die Quote der Hausratschäden, die bei kriminellen Taten verursacht wurden, in den Kantonen mit grossen Städten (siehe Karte). Das sind Genf (60 Prozent), Zürich (46 Prozent), Basel-Stadt (44 Prozent) und Bern (38 Prozent). Den Schadensregulierern fällt ausserdem auf, dass die Einbruchsquoten entlang der Hauptverkehrsadern besonders hoch sind. Das stellen zum Beispiel die Versicherungen Generali und Helvetia fest.
 

 
 

Erklärung: Die Legende zeigt den Gesamtanteil der Einbrüche, einfachen Diebstähle und Beraubungen an den Hausratschadensfällen.

Quelle: comparis.ch