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Alle News rund um Einbruch und Einbruchschutz

Mythos 1: Rollzapfen dienen der Einbruchsicherung
Die meisten Fenster sind mit einer sogenannten Rollzapfenschliessung ausgestattet. Beim Schliessen des Fensters werden die Rollzapfen in das Gegenstück geschoben. Dadurch wird das Fenster zum Rahmen gezogen und dichtet so optimal gegen Wärmeverlust ab. Einen Einbruchschutz bietet die Rollzapfenschliessung jedoch nicht, da die Rollzapfen mithilfe eines Schraubenziehers ganz einfach aus dem Gegenstück gehoben werden können. Entgegen häufiger Annahmen dienen Rollzapfen also nicht der Einbruchsicherung, sondern nur der besseren Dichtung.
 
Mythos 2: Eine gute Nachbarschaft schützt vor Einbrechern
Obwohl eine gute Nachbarschaft ein gewisses Sicherheitsgefühl gibt, kann diese jedoch nicht gegen Einbrecher schützen. Einbrecher gehen unauffällig vor, tarnen sich oft als Handwerker und können so meist ungestört ein Quartier auskundschaften. Ausserdem können Einbrecher innerhalb von wenigen Sekunden in ein Haus eindringen und werden dadurch oft nicht als Diebe aufgedeckt. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Handwerker klingelt beim Nachbarn. Nach wenigen Sekunden öffnet sich die Tür und der Handwerker betritt das Haus. Würden Sie vermuten, dass der Handwerker in Wirklichkeit ein Einbrecher ist? Trotzdem ist es gut gegenseitig aufeinander zu achten und fremde Personen, welche im Quartier herumlaufen anzusprechen.
 
Mythos 3: Einbrecher schlagen in der Nacht zu
Stories in denen der Einbrecher mit einem Eisenstock bewaffnet in der Nacht am Bettrand steht, sind bei den Medien sehr beliebt. Diese Horror-Stories bleiben einem besonders gut im Gedächtnis. Aus diesem Grund ist bei vielen Menschen die Furcht ein Einbrecher schleiche sich mitten in der Nacht ins Haus gross. Die Statistik (Bundesamtes für Statistik, Einbrüche nach Tatzeitpunkt 2015) zeigt jedoch, dass die späten Nachmittags- und frühen Abendstunden bis etwa um 20:00 Uhr die beliebteste Einbruchszeit ist. In den Wintermonaten profitieren die Einbrecher von der frühen Dämmerung und von den Ferienabwesenheiten im Sommer. Einbrecher bevorzugen also die Abwesenheit der Bewohner, da dadurch auch das Risiko geschnappt zu werden kleiner ist.
 
Mythos 4: Einbrecher haben es nur auf Reiche abgesehen
„Bei mir gibt es nichts zu holen, ich habe keine Wertsachen!" Diesen Satz hören die Sicherheitsberater fast täglich. Viele sind davon überzeugt, dass ein Einbrecher bei ihnen keine interessante Beute findet. Weit gefehlt! In den meisten Häusern und Wohnungen finden Einbrecher zahlreiche Wertsachen wie iPads, Computer, Handys, eine Goldkette und ein paar Franken. Dies bestätigt auch Marti Boess, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention gegenüber dem Tagesanzeiger: „Hier gibt es immer noch viel zu holen in den Wohnungen, wir sind ein reiches Land, das ist ein Ansporn für Einbrecher." Ausserdem werden wertvolle Gegenstände besser gesichert und bergen somit ein höheres Risiko für einen Einbrecher gefasst zu werden.
 
Quellen:
Focus Online, Der Fernseher wird als letztes geklaut, 09.12.2015
Der Tagesanzeiger, Zahl der Einbrüche auf Tiefstand, 21.03.2016
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